Kleingartenanlage Frommannkaserne Ludwigsburg
 
../whatsnew.htm
 

Rückblick auf die Waldweihnacht am 13.12.2008

hier geht's zur Bildergalerie

Pünktlich um 14.00 Uhr starteten wir - mit einem voll besetzten Bus - zu unserer diesjährigen Waldweihnacht.

Wir verließen die verschneite Gartenanlage, Richtung Unterland, wo von Schnee kaum etwas zu sehen war. Trotzdem war die Stimmung gut und die Augen der Kinder strahlten in weihnachtlicher Vorfreude.

zur BildergalerieAm Parkplatz angekommen, mag es einigen Älteren, die den Weg schon kannten, etwas gegraust haben, denn sie wussten, dass ihnen ein beschwerlicher Aufstieg bevorstand. Nach einigen kleinen Verschnaufpausen und etwas atemlos, standen aber dann doch alle vor der Heuchelberger Warte. Die Kinder in ihrem Tatendrang hatten den Turm längst erobert und winkten mit fröhlichem Lachen - von den Zinnen - ihren schnaufenden Eltern und Großeltern zu. Diese genossen inzwischen den weiten Rundblick über das grüne Unterland. Auf dem Berg selbst aber zeigte sich der Wald in einem tiefverschneiten Winterkleid. Ein Naturschauspiel, das nur ganz selten beobachtet werden kann, da der Höhenunterschied nicht allzu groß ist.

Nachdem der Puls und der Atem wieder normal waren und die Kinder ihren Eroberungsdrang gestillt hatten, ging es an der weihnachtlich geschmückten Höhengaststätte vorbei, hinein in den tiefverschneiten Wald. Nach einer gemütlichen, etwa halbstündigen Wanderung durch den Märchenwald, waren wir am Ziel angelangt. Das Vorauskommando erwartete uns bereits mit duftenden, gegrillten Würstchen, mit Punsch, Glühwein und anderen Getränken. In zurückhaltend fröhlicher Stimmung saßen die alten um das wärmende Feuer; plauderten mit einem dampfenden Becher in der Hand. Die jungen tobten im Schnee über die Felsen des Steinbruchs.

zur BildergalerieLangsam stieg die Dämmerung aus dem Tal. Die Felsnischen und Wurzeln der Bäume wurden mit kleinen Lichtlein ausgeleuchtet und verzauberte so die ganze Umgegend in eine Märchenwelt. Inzwischen wurde es dunkel und am Weihnachtsbaum wurden die Lichter entzündet. Mit dem Gedicht , Der Traum' wurde eine weihnachtliche Stimmung eingeleitet und unter Begleitung von einer Trompete und einer Klarinette klangen die alten Weihnachtsweisen durch die nächtliche Stille.

Eine kleine Kinderschar, mit ihrer Betreuerin, spielten und erzählten eine spannende Geschichte von den himmlischen Sternputzern. Dann stapfte klingelnd und mit schweren Schritten der Nikolaus aus dem dunklen Wald um aus seinem Sack all' die Kinder zu bescheren, die sich mit leuchtenden erwartungsvollen Augen um den ,Bärtigen' drängten. Nach der Bescherung wurde dieser dann mit einem Weihnachtslied - gespielt mit Flöte und Mundharmonika - wieder verabschiedet.

zur BildergalerieNachdem sich alles wieder etwas beruhigt hatte, wurde der Rückmarsch vorbereitet. Fackeln wurden verteilt und nach kurzen Verhaltungsmaßregeln am Feuer entzündet; dann ging es in einem langen Fackelzug auf den Heimweg. Das flackernde Fackellicht wurde vom Schnee in schemenhaften Schattenbildern zurückgeworfen. Der fast noch runde Mond und die silbernen Sterne blinzelten neugierig durch das verschneite Geäst und tauchten die alles in eine unwirkliche verzauberte Welt und mancher der Dahinschreitenden mag sich an das Märchen von Hänsel und Gretel erinnert haben.

Dann war der Zauber zu ende; wir standen wieder vor unserem Bus. Während wir die vergangenen Stunden noch einmal vorbeiziehen lassend, heimwärts fuhren, räumten unsere fleißigen Heinzelmännchen der Vorhut, alles wieder sorgfältig auf.

Um ca. 20.00 Uhr verabschiedeten wir uns, vor unserer Gartenanlage; und bestimmt war jeder davon überzeugt ein Märchen erlebt zu haben.

(Heinrich Güßler)


nach oben